Zwischen Falten und Schatten


Rauminstallation in Zusammenarbeit mit Anna Lena Grau/ 2008


Eine gefaltete Struktur als Ausgangspunkt. Unterschiedliche Phänomene der Umhüllung, Überlagerung, Einstülpung und Verknotung werden untersucht, Entwürfe komplexer Metamorphosen entwickelt. Das Potenzial der Falte ist transformatorisch, - implizierend, komplizierend beschreibt sie Zonen des Übergangs. Doch wie definiert sich der Raum zwischen zwei Falten? Wo beginnen Schatten und wo hören Körper auf?
Diese multimediale Ausstellung, die eine Phänomenologie des Falte inszeniert, enstand in Zusammenarbeit mit Anna Lena Grau. Die Falte als äußerst komplexe Innen-Außen Form, die Schwellenräume beschreibt. Die Hauptstruktur der Ausstellung wurde durch eine illusionistische, graphische Schleife bestimmt, die auf den Boden getapt war. Die s-förmige Schleife ist an eine Abbildung aus Gilles Deleuze´ Buch Die Falte. Leibnitz und der Barock angelehnt und umkreiste die beiden im Raum befindlichen Säulen. Durch die in sich gedrehte Bewegung wurden die ausgestellten Arbeiten in einer umarmenden Klammer räumlich miteinander verbunden.

Auf den Ecken der Säulen widerrum befanden sich ovalförmige Konsolen, die die viereckigen Säulen in Raumspiralen transformierten. Die Konsolen, auf denen einige Objekte präsentiert waren, dienten zugleich auch der Projektion von verschiedenen Videos.