Passfomen
Bleistiftzeichnungen und Spiegelfolie/ 42x59cm/ 2011
Diese Arbeit besteht aus Bleistift-Zeichnungen der imaginierten Rückseite von afrikanischen Masken, die man in ethnologischen Museen nie zu sehen bekommt. Die Vorderseite, die begehrliche Seite, ist vom Betrachter abgewandt, während sich das Innere der Maske in Form der Rückseite zu ihm hin öffnet.
Das Zeichenblatt bildet hier eine dynamische, zweidimensionale Fläche und wird so zu einer Epidermis, in die der Betrachter sein Gesicht wie in eine Passform seiner Haut hineinlegen kann. Eine Negativform mit Einbuchtungen, Ausbeulungen, die sich wellt, blättert und faltet. Ein umgekehrtes Portrait. Das Blickverhältnis wird invertiert; hier blickt man nicht auf eine Maske, sondern befindet sich in einer undurchlässigen Maske, unserer eigenen Haut, während die Spiegelfolien die eigene Vorderseite zurückwerfen. Gesicht und Maske, sie fallen ineinander.
PAULINE M´BAREK