Géographie imaginaire
Video/15 min / 2005
Ein endlos erscheinender, heißer Tag irgendwo in Nordafrika: Stoffe rauschen, Zikaden zirpen, unablässiges Hundegebell... Intime Beobachtungen eines Hochzeitrituals: Detailaufnahmen von Gesten, Blicken und unbekannten Handlungsabfolgen verbinden sich zu einem traumartigen, filmischen Konstrukt. Es bleiben nur Geräusche, vermittels derer man das Geschehen mehr erahnt als versteht, die Sprache erscheint nunmehr als Klang.
Immer wieder wird der Betrachter auf seine eigene Fremdheit zurückverwiesen. Das Andere bleibt eine spiegelnde Projektionsfläche - eine imaginäre Geographie.
PAULINE M´BAREK